Business Mentaltraining

Das schwierige Gespräch. Im Kopf schon gewonnen. Am Tisch fehlen die Worte.

Für ein schwieriges Gespräch helfen ein klares Anliegen, ein konkretes Beispiel und ein Einstieg, den du vorher laut ausprobierst. Du kannst deinen eigenen Beitrag vorbereiten. Wie dein Gegenüber reagiert, hast du damit noch nicht in der Hand.

Bernadette Rinner, BA MA ·

Der Satz kommt später. Natürlich.

Du kennst vielleicht diese Szene: Das Gespräch ist vorbei, du sitzt im Auto, und plötzlich ist er da. Der Satz. Klar, freundlich, genau richtig. Eine beeindruckende Leistung deines Gehirns. Leider mit etwas Verspätung.

Vor einem wichtigen Gespräch lohnt es sich deshalb, ein paar Dinge auf Papier und die ersten Worte einmal über die Lippen zu bringen. Hier sind fünf Schritte, die du dafür ausprobieren kannst.

1. Worum geht es dir wirklich?

Schreib dein Anliegen in einem Satz auf. Nicht die ganze Geschichte seit 2019. Einen Satz. Zum Beispiel: Ich möchte klären, welche Aufgaben diese Woche Vorrang haben. Oder: Ich möchte eine realistische Frist vereinbaren.

Das Ziel hilft dir, im Gespräch bei deinem Thema zu bleiben. Dein Gegenüber muss nicht deine gesamte Vorgeschichte erraten, um deine Bitte zu verstehen.

2. Nimm ein konkretes Beispiel mit.

Was ist passiert? Wann? Was hatte das für eine Folge? Mit einer konkreten Beobachtung lässt sich eher arbeiten als mit einem pauschalen Vorwurf. Lass Wörter wie immer und nie möglichst im Vorzimmer warten.

Statt: Bei dir ist immer alles dringend. Etwa: Gestern kamen zwei zusätzliche Aufgaben dazu. Für alle drei reicht meine Zeit bis Freitag nicht. Welche hat Vorrang? Das ist ein erfundenes Beispiel. Du setzt deine tatsächliche Situation ein.

3. Formuliere deinen Wunsch.

Sag, was du klären oder vereinbaren möchtest. Ein klarer Wunsch ist leichter zu beantworten als ein langes Rätsel mit versteckter Bitte. Bleib dabei respektvoll und lass auch Raum für die Sicht der anderen Person.

Du kannst dir eine Frage zurechtlegen: Was wäre für Sie eine machbare Lösung? Oder: Wie sehen Sie die Situation? Ein Gespräch braucht mehr als deinen vorbereiteten Text.

4. Sag den ersten Satz laut.

Nicht nur lesen. Aussprechen. Der Küchentisch eignet sich dafür, auch wenn die Kaffeetasse wenig Rückmeldung gibt. Hör hin: Klingt der Satz nach dir? Ist er verständlich? Würdest du ihn tatsächlich so sagen?

Wenn er sich anhört wie ein Brief vom Amt, kürze ihn. Zum Beispiel: Ich möchte heute mit Ihnen über meine Aufgaben und die Fristen sprechen. Den Rest könnt ihr im Gespräch klären.

5. Lass Platz für eine Pause.

Du musst nicht auf jede Antwort sofort reagieren. Du darfst sagen: Ich möchte kurz darüber nachdenken. Oder: Können Sie mir ein konkretes Beispiel nennen? Eine Pause kann Teil des Gesprächs sein; du musst sie nicht mit dem nächsten Satz zudecken.

Vorbereitung garantiert keine Einigung. Sie macht auch aus einem unfairen Gegenüber nicht automatisch ein faires. Bei Drohungen, Mobbing oder arbeitsrechtlichen Fragen kann zusätzliche fachliche Unterstützung nötig sein.

Was machen wir im Business Mentaltraining?

Du bringst eine konkrete berufliche Situation mit: ein Gespräch, eine Präsentation oder eine Verhandlung. Wir klären dein Ziel, formulieren und üben. Laut, mit Rückfragen und mit Sätzen, die du auch wirklich sagen würdest.

Das Einzeltraining bei PIVOT dauert 60 Minuten, kostet 119 Euro und findet in Schärding oder online statt. Es ist keine Psychotherapie und verspricht keinen garantierten Gesprächserfolg.

Der erste brauchbare Satz muss nicht erst im Auto auftauchen. Wir können vorher daran arbeiten.

Deine Bernadette

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